Geschichte

Kurt Reinke, Bremen, entwarf die erste Hydra in den Jahren 1972 – 1974:
Einen Knickspanter mit Mittelcockpit und zusätzlichem achteren Steuermannscockpit sowie ein konventioneller Kiel mit einem Tiefgang von 2,20 Metern.
Seine Idee war eine sowohl extrem seetüchtige als auch schnelle Yacht zu kreiren: einen Cruiser-Racer. Die Weltaluminiumpreise waren hoch, dennoch wählte der damalige Eigner Schiffsaluminium als das heute immer noch beste Material.

Letztlich war der Rumpf eine modernisierte Replik des weltberühmten Rettungsboottyps, entworfen von Colin Archer, Rumpflänge 14 Meter und Breite 4 Meter, hydrodynamisch gleichartig. Die Originalverdrängung von 36 Tonnen wurde reduziert auf eine Konstruktionsverdrängung von 13 Tonnen.

Die Seetüchtigkeit wurde sogar noch erhöht durch ein Waldeck, üblicherweise heute noch verwendet bei Hochseefischern und den berühmten deutschen Rettungsbooten der Theodor-Heuss-Klasse sowie der John-T.-Essberger-Klasse.

Bis in die späten Dreißiger des vergangenen Jahrhunderts retteten die Original Colin Archer Segelrettungsboote in Seenot Geratene sogar im Winter von havarierten Frachtern vor der norwegischen Küste.

Ein Schiff mit Waldeck verfügt sogar noch über ein aufrichtendes Moment bei einem Krängungswinkel von über 90 Grad. Die höchste Klassifikation "0" Trans-Ocean wird garantiert, die nunmehr sogar über dem früher höchsten Standard "1" Hohe See liegt.

Damals ergriff Reinke auch die Chance für Tanktests des Hydra-Rumpfes mit Modellen an einer bititschen Universität. Es war also keine Überraschung, daß die erste Hydra als vollausgerüsteter Cruiser mit allem hierzu gehörenden Komfort das Victoria-Maui-Rennen 1975 nach berechneter Zeit gegen viele reine Rennsegelyachten gewann, wie dies damals auch im amerikanischen Magazin "Sailing" berichtet wurde.